Was macht eine gute Bitcoin Börse aus?
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Was macht eine gute Bitcoin-Börse aus?

Benutzerfreundlichkeit

Ein sehr wichtiges Kriterium für eine gute Bitcoinbörse ist die Benutzerfreundlichkeit. Was bringen hunderte Extras, wenn man auf den ersten Blick nicht erkennen kann, welche Schritte man erledigen muss, um Bitcoins zu kaufen.

Leider kommt es immer noch vor, dass Bitcoinbörsen teilweise zu kompliziert und damit für Einsteiger unbrauchbar sind – vor allem dezentralisierte Börsen sind für Anfänger der Horror. Optimal wäre es, wenn die Börse den Benutzer durch den ersten Bitcoin-Kauf führen würde, um diesem so die Angst vor dem ersten Bitcoin-Kauf zu nehmen.

Für den Anfang sollten Sie deswegen eine benutzerfreundliche Bitcoinbörse auswählen. Die obere Tabelle zeigt Ihnen, welche Börse das ist.

 

Gebühren

Ein mindestens genauso wichtiges Kriterium ist die Gebühr, die Sie zahlen müssen, um einen Bitcoin zu kaufen bzw. zu verkaufen. Je weniger Gebühren Sie zahlen, desto mehr Bitcoins bzw. Euro erhalten Sie – Logisch! Bei den meisten Bitcoinbörsen werden Ihnen die einzelnen Gebühren vorbildlich aufgelistet. Das sollten Sie nutzen – Vergleichen Sie die Gebühren der Bitcoinbörsen, die Sie in Betracht ziehen. Vor allem die Gebühren für die gewünschte Zahlungsmethode (z.B. per Kreditkarte, SEPA oder PayPal) könnte hier den Ausschlag geben, um eine Börse (nicht) zu nutzen.

Der „Kunde“ sollte das Beste für sein Geld bekommen: Viele Bitcoins bei geringen Gebühren. Bei der oberen Tabelle finden Sie einen Überblick über die Gebühren der jeweiligen Börse.

 

Ein- und Auszahlungsoptionen

Nicht jede Bitcoinbörse wird jede Zahlungsmethode anbieten (können). Deshalb sollten Sie sich im Vorfeld überlegen, wie Sie Bitcoins am liebsten kaufen möchten. Bei den meisten Börsen können Sie per SEPA-Überweisung und per Kreditkarte einkaufen. Es ist leider nicht möglich, Bitcoins via PayPal bei einer Börse zu kaufen. Das gelingt nur über einen kleinen Umweg, den Ihnen diese Webseite natürlich aufzeigt.

Informieren Sie sich also darüber, welche Ein- und Auszahlungsoptionen bei der jeweiligen Börse angeboten werden. Die obere Tabelle verschafft Ihnen hierfür einen Überblick. „Exotischere“ Zahlungsmethoden wie GiroPay, Skrill usw. werden Sie bei Bitcoin-Wechselstuben finden.

 

 

Sicherheit

Viele der größeren Bitcoinbörsen sind schon Hacker-Angriffen zum Opfer gefallen. Selbst einen Angriff aus den eigenen Reihen hat es schon gegeben. Problematisch wird es dann, wenn größere Geld- oder Bitcoinbeträge entwendet werden. Diese muss das Unternehmen stemmen – auf Kosten der Kunden. So ist es schon vorgekommen, dass Verluste in Millionenhöhe auf alle Kunden anteilig abgewälzt wurden.

Aus diesem Grund gibt es bei Bitcoin das Sprichwort “Nicht deine Keys, nicht deine Coins”. Lagern die Bitcoins auf einer Bitcoinbörse, dann hat die Börse Ihre privaten Schlüssel zu Ihren Bitcoins. Lagern Sie Ihre Bitcoins hingegen z.B. auf einer sicheren Hardware Wallet, dann haben Sie die privaten Schlüssel und Sie können nachts ruhig schlafen und müssen sich keine Sorgen mehr machen, falls Ihre Bitcoinbörse gehackt wird.

Deswegen sollten Bitcoinbörsen zumindest die Standards für die Sicherheit anbieten und umsetzen, denn Sie sollten nicht die Verluste tragen müssen, für den die Börse verantwortlich ist. Wünschenswert wäre eine Versicherung der Börse für alle gehandelten Währungen, doch das ist leider noch nicht üblich. Deshalb sollten die Bitcoinbörsen zumindest die nachfolgenden Standards einhalten:

  • “Cold-Storage-Lagerung” aller digitalen Währungen (Sichere Lagerung)
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  •  Schutz vor DDoS-Angriffen durch eigene Maßnahmen oder externe Anbieter

 

Typische Anzeichen dafür, dass eine Börse gehackt wurde, sind:

  • Die Kommunikation des Unternehmens wurde eingestellt (Soziale Medien oder Blogs)
  • Stark abweichende Preise
  • Auszahlungen benötigen mehrere Tage oder wurden eingestellt

Meist ist es für den Nutzer dieser Börse dann schon zu spät und man sollte sich auf Verluste einstellen, wenn die Währungen auf der Bitcoinbörse gelagert wurden. Minimieren Sie das Risiko und seien Sie Ihre eigene Bank! Überweisen Sie die gekauften Bitcoins auf Ihren sicheren (Hardware) Wallet.

 

Support

Die Bitcoin-Anhängerschaft steigt von Jahr zu Jahr deutlich an. Bitcoinbörsen werden teilweise von neuen Kunden überrannt, worunter der Support stark in Anspruch genommen wird. So ist es heutzutage keine Seltenheit mehr, dass man auf ein Support-Ticket mehrere Tage, wenn nicht Wochen warten muss.

Bei größeren Bitcoinbörsen bzw. bei größeren Einkäufen müssen Sie Ihre Personalien angeben, welche durch den Support überprüft werden. In dieser Phase müssen E-Mails mit dem Support ausgetauscht werden.

Außerdem haben sicherheitsbewusste Bitcoinbörsen Systeme entwickelt, die das Guthaben der Nutzer vorübergehend einfrieren können, falls verdächtiges Verhalten oder externes Eindringen erkannt wird.

Das hat alles seine Richtigkeit, wird aber dann frustrierend, wenn Sie ewig auf eine Antwort vom Support warten müssen. Aus diesen Gründen ist ein schneller und effizienter Support notwendig.

 

 

Soziale Medien

Die Präsenz der Unternehmen in sozialen Medien wie Facebook, Twitter, reddit und Bitcointalk bietet zum einen Aufschluss darüber, inwieweit diese am Bitcoin-Ökosystem teilnehmen und wie wichtig der Kontakt zu Ihren Kunden ist. Sie können am Auftreten der einzelnen Börsen erkennen, wie professionell diese geführt werden – denn Bitcoin kann emotional und politisch sein (z.B. bei Forks). Hier sollte das Unternehmen nur den maximalen Nutzen des Kunden im Sinn haben und keine politische Agenda führen. Zum anderen zeigt es, dass Ressourcen nicht durch die eigene Bitcoinbörse aufgebraucht werden und dass eine optimale Verteilung der Aufgaben stattfindet.

Bitcoin ist mehr als nur eine digitale Währung. Die digitale Währung ist ein Netzwerk, ein Ökosystem, an dem mehrere Parteien beteiligt sein müssen. Wer also von Bitcoin profitieren möchte, sollte auch etwas zurückgeben. Das gilt auch für Bitcoinbörsen. Sei es durch größere Aktionen, z.B. durch gesponserte Bitcoin-Events wie Konferenzen oder Hackathons, aber auch durch übersichtliche und strukturierte APIs, die die Kunden nutzen können.

Die sozialen Medien eignen sich als Indikator für die Beliebtheit und Professionalität einer Bitcoinbörse. Ein Blick auf Facebook, Twitter und Co. kann also nie schaden.

Bilder: Benutzerfreundlichkeit by Pixapopz on Pixabay; Gebühren by Jimi Filipovski on Unsplash; Sicherheit by RyanMcGuire on Pixabay; Support by BookBabe on Pixabay; Soziale Medien by William Iven on Unsplash; Image via pixabay, CC0

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